MAX PECHSTEIN (1881-1955)
Provenienz
Privatsammlung, EuropaLempertz, Köln, 15. Juni 1966, Los 531
Selected Artists Galleries, New York, erworben bis 1970
Privatsammlung, New York, erworben von den oben genannten
Privatsammlung, durch Nachkommenschaft von oben
Phillips, New York, Mittwoch, 15. November 2023, Los 123
Privatsammlung, erworben von der oben genannten Person
Literaturhinweise
Aya Soika, Max Pechstein Die Kataloge der Ölgemälde, Band II 1919-1954, München, 2011, Nr. 1949/12, S. 490, illustriertObwohl 1949 gemalt, greift dieses Werk auf ein Motiv zurück, das Pechstein erstmals zwischen 1927 und 1930 während der Sommer an der Ostseeküste und im Dorf Rowe mit Herbstabend (1927) und Getreideernte (1930) erkundete. In einem Brief aus dieser Zeit schrieb er über seine Inspiration:
"Eine kleine, leere Fischerhütte am Haff, die mir Martin Sakuth zur Verfügung gestellt hatte ... dort spürte ich zum ersten Mal den berauschenden, ewigen Rhythmus des Meeres." (übersetzt)
Indem er diese bescheidenen Strukturen in seinem letzten Jahrzehnt wieder aufgreift, verschmilzt Pechstein die elementare Kraft von Wind, Sand und Meer mit einer meisterhaften Kontrolle von Farbe und Form. Alte Fischerhütten sind somit ein ergreifender Höhepunkt seines lebenslangen Dialogs mit traditioneller Architektur und elementaren Landschaften, ein bleibendes Zeugnis seiner Vision von der stillen Größe der Natur.

