SIE/HER: Ein neuer Blick auf eine Kunstgeschichte seit 1900

3. Oktober - 17. November 2019
San Francisco, CA

Über

Diese Online-Ausstellung schöpft aus dem umfangreichen Bestand an Heide-James-Kunstwerken und bietet eine eklektische Untersuchung der Kunstgeschichte seit 1900. Die Ausstellung fokussiert die Kunstgeschichte neu, indem sie ausschließlich Künstlerinnen zeigt. Diese Konzentration auf Künstlerinnen überbrückt die Kluft zwischen der Realität, dass es viele Frauen gab und immer gab, die Kunst produzierten, und unseren vorgefassten Vorstellungen von der Kunstgeschichte (d.h. der Theorie des großen Mannes). Wir sind also mit Kunstgeschichten im Plural konfrontiert. Anstatt einem einzelnen Strom zu folgen oder sie als eine Entwicklung von Bewegungen zu betrachten, vermischt diese Ausstellung verschiedene Zeiten und Stile, die die Realität widerspiegeln, dass gleichzeitige, manchmal widersprüchliche Ideen durch Gespräche zwischen Künstlern entstehen und über Jahrzehnte hinweg voranschreiten.

Zu den Schlüsselfiguren gehören Louise Bourgeois, Deborah Butterfield, Grace Hartigan, Elaine de Kooning, Yayoi Kusama, Cindy Sherman, Pat Steir und viele andere. Ein Karneval von Bewegungen und Ideen zieht sich durch die Ausstellung, vom abstrakten Expressionismus bis zum Surrealismus, vom Kunsthandwerk bis zum Hologramm. Die Ausstellung stellt ein komplexeres Verständnis von Kunstgeschichten dar. Wie sonst lässt sich der Surrealismus von Kay Sage und Alice Rahon erklären, der im gleichen Jahrzehnt existiert wie Elaine de Koonings abstrakter Expressionismus oder Nancy Speros psychosexuelle Figuren? Oder dass die Werke in der Ausstellung von Barbara Kruger, Deborah Butterfield, Louise Nevelson und Sylvia Plimack Mangold alle innerhalb weniger Jahre entstanden sind? Während die Ausstellung ein fröhliches Medley ist, kann man sie anhand verschiedener Themen betrachten, um den Betrachtern zu helfen, ihre Ideen neu zu bewerten und tiefer in die Kunstwerke einzudringen.

Fakten und Zahlen - Ist der Körper immer ein Körper? Wer schaut wen an? Von den erfundenen Identitäten von Cindy Sherman bis hin zu den majestätischen Pferden von Deborah Butterfield reichen die Ideen der Figuration, um über die lebensechte Darstellung hinaus zu sprechen und in Studien von Erzählungen und Macht zu gelangen.

Welches Handwerk? - Diese kunsthandwerklichen Arbeiten, die einen Bereich repräsentieren, der historisch gesehen Frauen offen steht, sind nicht nur Illustrationen der Technik, sondern auch tiefgehende Untersuchungen der Materialität. Wie nähern wir uns dem Glasporträt von Micaela Amato oder der Washi-Papierkunst von Kyoko Ibe?

Im Abstract - Dieses Thema untersucht die unzähligen Arten, in denen Abstraktion nicht nur als eine Untersuchung ihrer selbst, sondern auch als eine Analyse verschiedener gesellschaftlicher und kultureller Strukturen verwendet wurde. Zu den Künstlern gehören Michael Corinne West, Elaine de Kooning, Louise Nevelson, Pat Stier und andere.

Residue of a Life - In diesem Abschnitt erforschen die Künstler Erzählungen und interpretieren die Spuren des Lebens in der Kunst. Von der Sprache Barbara Krugers bis zur Psychologie Louise Bourgeois, vom sonnigen Impressionismus Mabel May Woodwards bis zur hellen Skulptur Katharina Grosses drängen die Kunstwerke die Erzählung in eine tiefe Auseinandersetzung mit dem Leben und den Spuren und dem Nachhall, die es hinterlässt.

Kunstwerk

CONSTANCE MALLINSON
KAORU MANSOUR
JOAN NELSON
AMY SILLMAN