
Georgia O'Keeffe
Black Place II, 1945
Preis auf Anfrage



Details zum Werk
An American Place, New York
Downtown Gallery, New York
Katrina McCormick Barnes, Denver, Colorado
Medill McCormick Barnes, durch Erbschaft erworben 1971
Washburn Gallery, New York
Hirschl & Adler Galleries, New York
Daniel Dietrich, Philadelphia, bis 1985
Hirschl & Adler Galleries, New York
The Owings Gallery, Santa Fe, New Mexico
Privatsammlung, Santa Fe, New Mexico, 2000
The Owings Gallery, Santa Fe, New Mexico
Jan T. und Marica Vilcek, New York, 2011–2015
Privatsammlung, als Schenkung von oben genannter Quelle

Georgia O'Keeffes Black Place II (1945) gehört zu einer der tiefgründigsten und strengsten Serien ihrer Laufbahn, inspiriert durch wiederholte Reisen zu den Bisti Badlands, einem abgelegenen, jenseitigen Gebiet im Nordwesten New Mexicos, das sie den Black Place nannte. Zutiefst von dieser Landschaft angezogen, campierte O'Keeffe oft dort, um deren wechselnde Formen und tonale Feinheiten zu verschiedenen Tageszeiten zu studieren. In diesem Werk reduziert sie die Szenerie auf das Wesentliche: zwei massive Hügel, die sich zusammendrängen, kein sichtbarer Horizont und eine Komposition, die von Schwerkraft, Stille und ruhiger Monumentalität bestimmt wird. Die weit ausgreifenden, ineinandergreifenden Formen schaffen ein Gefühl von Maßstab, das zugleich intim und immens wirkt und eine Landschaft evoziert, die eher als Präsenz denn als Panorama erlebt wird.
Werke aus der Black-Place-Serie sind außerordentlich selten. Von den vierzehn Leinwänden, die O'Keeffe malte, befinden sich nur vier in Privatbesitz; die übrigen werden von bedeutenden Institutionen wie dem Metropolitan Museum of Art, dem SFMOMA und dem Art Institute of Chicago verwahrt. Infolgedessen sind Gelegenheiten, einem Werk aus dieser Gruppe außerhalb von Museumssammlungen zu begegnen, äußerst ungewöhnlich.
Black Place II weist eine erlauchte Herkunft auf, von seinen frühesten Tagen in den Beständen von Alfred Stieglitz' berühmter New Yorker Galerie An American Place über den namhaften Philanthropen und Sammler aus Philadelphia Daniel Dietrich bis zur Sammlung von Jan T. und Marica Vilcek. Das Vermächtnis des Gemäldes wird durch sein ungewöhnlich langes institutionelles Leben weiter unterstrichen. Es wurde bereits 1946 in Stieglitz' An American Place gezeigt und erschien kontinuierlich in bedeutenden institutionellen Retrospektiven, darunter Ausstellungen im Centre Pompidou und zuletzt im Museum of Fine Arts, Boston. Diese anhaltende öffentliche und wissenschaftliche Aufmerksamkeit hat die Bedeutung der Black-Place-Gemälde innerhalb O'Keeffes Œuvre fest etabliert.
“Wenn ich das Land in seiner silbrigen Schönheit und abweisenden Schwärze in meiner Erinnerung sehe – so oft ist es fast, als sähe ich auch Sie – Ihr silbriges Haar und graue Kleidung und schwarzen Umhang.”— Georgia O'Keeffe, in einem Brief an Alfred Stieglitz
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