JOHN SINGER SARGENT (1856-1925)
Provenienz
Knoedler & Co., direkt vom Künstler, 1915Henry Clay Frick, New York, New York, 1916
Louis Cass Ledyard, Geschenk von oben
Massachusetts Collection, ca. 1985
Privatsammlung
Ausstellung
New York, New York, M. Knoedler & Co., 1915, Leihgabe des KünstlersHouston, Texas, Meredith Long, 1980er Jahre
New York, New York, Adelson Galleries, um 1990
Literaturhinweise
Nathaniel Pousette-Dart und Lee Woodward Ziegler, Distinguished American artists, John Singer Sargent, New York, 1924, n.p, illustriertWilliam Howe Downes, John Singer Sargent...Mehr....., Sein Leben und Werk, Boston, 1925, S. 248, 300
Richard Ormond und Elaine Kilmurray, John Singer Sargent: Complete Paintings Volume 9: Figures and Landscapes, 1914–1925, London, 2017, Nr. 1758
...WENIGER.....
Das Werk ist im Werkverzeichnis von Richard Ormond und Elaine Kilmurray enthalten, was seinen festen Platz in der dokumentierten Produktion des Künstlers bestätigt. Sargent schuf während seines Aufenthalts in Tirol im Jahr 1914 mehrere verwandte Werke in Öl und Aquarell, darunter „Tyrolese Interior” im Metropolitan Museum of Art, „Woodsheds Tyrol” im Art Institute of Chicago und „Trout Stream in the Tyrol” im de Young Museum. Zusammen zeigen diese Werke Sargents anhaltendes Interesse an der Region und ihrem unverwechselbaren Licht, ihrer Atmosphäre und ihrer ländlichen Architektur in diesem entscheidenden Jahr.
Dieses Gemälde hat auch eine bedeutende Provenienz, da es zuvor in der Sammlung von Henry Clay Frick, dem amerikanischen Industriellen und Gründer der Frick Collection, befand, bevor es seinem Freund und Anwalt Louis Cass Ledyard, der auch als Rechtsberater für J. P. Morgan tätig war, geschenkt wurde. Seine Seltenheit innerhalb von Sargents reifen Tiroler Motiven wird durch die geringe Anzahl vergleichbarer Werke, die auf den Markt gekommen sind, noch unterstrichen. Nur ein einziges, eng verwandtes Gemälde aus dieser Zeit, „A Tyrolese Crucifix” aus dem Jahr 1915, ist in den letzten Jahrzehnten auf einer Auktion aufgetaucht.
Sargents Werk findet weiterhin große institutionelle Anerkennung, darunter die bevorstehende Ausstellung „Sargent Dazzling Paris“ im Musée d'Orsay von 2025 bis 2026, die die anhaltende Relevanz seiner reifen europäischen Landschaften im größeren Kontext der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts bekräftigt.

