BOB THOMPSON(1937–1966)
Bob Thompson (1937–1966) war ein amerikanischer figurativer Maler, dessen lebendige, rhythmisch komponierte Leinwände eine Brücke zwischen der europäischen Kunstgeschichte und der improvisatorischen Energie des Jazz sowie den kulturellen Umwälzungen der 1960er Jahre schlugen. Thompson wurde in Louisville, Kentucky, geboren und studierte kurzzeitig an der Boston University, bevor er an die University of Louisville wechselte, wo er begann, ein tiefes Interesse an moderner Kunst zu entwickeln.
Nach seinem Umzug nach New York im Jahr 1958 wurde Thompson schnell Teil der Avantgarde-Szene der Innenstadt und knüpfte enge Beziehungen zu Musikern, Schriftstellern und anderen Malern. Seine Arbeiten waren von alten Meistern wie Piero della Francesca, Goya und Poussin inspiriert, deren Kompositionen er jedoch mit kräftigen, satten Farbfeldern und allegorischen Figuren neu interpretierte. Thompsons Gemälde befassten sich häufig mit Themen wie Kampf, Spiritualität und Verwandlung, die er durch eine einzigartige moderne Bildsprache zum Ausdruck brachte.
Als Vielreisender verbrachte Thompson viel Zeit in Europa, insbesondere in Paris und Ibiza, wo der Kontakt mit klassischer und zeitgenössischer Kunst seine Arbeit weiter prägte. Trotz seines kurzen Lebens – er starb im Alter von 28 Jahren in Rom – schuf er mehr als tausend Werke und hinterließ ein beeindruckendes und bleibendes Vermächtnis.
Heute befinden sich Thompsons Gemälde in bedeutenden Sammlungen, darunter das Whitney Museum of American Art, das Smithsonian American Art Museum und das Museum of Modern Art, und sein Ruf als wichtiges Bindeglied zwischen historischer Tradition und den Innovationen der amerikanischen Nachkriegskunst wächst weiter.

