CAMILLE PISSARRO (1830-1903)
Provenienz
Anon. Verkauf, Hotel Drouot, Paris, 24. Februar 1936, Los 38Perls Galerien, New York
Erworben vom Vorbesitzer, um 1960
Christie's Live-Auktion 2218, 4. November 2009, Los 138
Privatsammlung, erworben aus dem oben genannten Verkauf
Ausstellung
New York, Perls Galleries, Datum unbekannt, Nr. 84aJ. Paul Getty Museum, Degas: "Russische Tänzerinnen" und die Kunst des Pastells", 3. Mai - 23. Oktober 2016
J. Paul Getty Museum, "Bauern in Pastellen: Jean-Francois Millet und das Pastellrevival, 29. Oktober 2019 - 10. Mai 2020
J. Paul ...Mehr.....Getty Museum, "Puder und Licht: Pastelle im späten neunzehnten Jahrhundert", 28. Juli 2020 bis 31. August 2022
Literaturhinweise
L.R. Pissarro und L. Venturi, Camille Pissarro, Son art-son oeuvre, Paris, 1939, Bd. I, S. 291, Nr. 1529 (illustriert, Bd. II Taf. 294)...WENIGER.....
Pastellfarben erwiesen sich mit ihrer Direktheit und chromatischen Intensität als einzigartig effizient für impressionistische Künstler, die flüchtige Lichteffekte und naturgetreue Darstellungen ohne die langsameren Verfahren der Ölmalerei einfangen wollten. Hier nutzt Pissarro die Stärken des Mediums auf brillante Weise. Weiche, pudrige Passagen lassen die Konturen in der Atmosphäre verschwimmen, während festere, malerische Striche Struktur und Textur über Heu, Holz und Boden aufbauen. Die Oberfläche behält eine bemerkenswerte Frische, mit Farben, die leuchtend und abwechslungsreich bleiben – kühle Blau- und Grüntöne, die durch warmes Stroh, Ocker und sonnenbeschienene Highlights ausgeglichen werden – und ermöglicht es dem Betrachter, die ursprüngliche Spontaneität des Werks zu erleben.
Die Bedeutung dieses Werks wird durch seine jüngste Ausstellungsgeschichte unterstrichen: Es wurde 2020 im J. Paul Getty Museum in „Powder and Light: Pastels in Late Nineteenth Century“ gezeigt, einer gezielten Untersuchung darüber, wie Künstler dieser Zeit Pastellfarben sowohl als experimentelles als auch als modernes Medium nutzten. Das wunderschön erhaltene Werk „Paysage avec batteuse à Montfoucault“ bietet eine direkte Begegnung mit Pissarros Pinselstrichen – jeder Strich ist sichtbar, jede Farbnuance bewusst gewählt –, die die Landschaft nicht als Ideal, sondern als Ort der Arbeit, des Wetters und des wechselnden Lichts einfangen.

