WILLIAM MERRITT CHASE(1849–1916)
$185,000
Provenienz
Chase Studio New York, um 1881(möglicherweise) im Boston Art Club, 1886
Mrs. W.B. Sewall, Boston, 1906
Museum of Fine Arts, Boston (Leihgabe von Mrs. W.B. Sewall, 2. November 1906 bis 30. Oktober 1913)
Rufus L. Sewall
Harold I. Sewall und William G. Sewal
Museum of Fine Arts, Boston (Leihgabe, 30. Oktober 1913 bis 5. Juli 1922)
Privatsammlung, Boston
Privatsammlung, New York
Privatsammlung, Boston, erworben von oben genannter Sammlung
Ausstellung
Boston, Massachusetts, Boston Art Club, Ausstellung von Bildern, ...Mehr.....Studien und Skizzen von Herrn Wm. M. Chase aus New York City, 18. November bis 4. Dezember 1886, als Nr. 57, Spanische TänzerinLiteraturhinweise
Ronald Pisano, William Merritt Chase: Portraits in Oil, New York, 2006, Nr. OP.99 als „Street Dancer, Italy (Study of A Woman; Girl Dancing)“...WENIGER.....
Die lebhafte Einzelgestalt zeigt eine Frau in Bewegung, ein Motiv, das in Chases Œuvre ausgesprochen selten ist und sich von den eher kontemplativen Frauenfiguren unterscheidet, die seine wertvollsten Werke dominieren. Sein Gemälde „I Think I Am Ready Now” aus der Zeit um 1883, das einen Auktionsrekord erzielte, konzentriert sich ebenfalls auf eine einzelne weibliche Figur aus derselben Zeit und unterstreicht die Bedeutung dieses Moments in seiner künstlerischen Entwicklung. Das vorliegende Werk steht auch in engem Zusammenhang mit wichtigen institutionellen Beispielen, darunter „Carmencita“ von 1885 im Metropolitan Museum of Art und „A Tambourine Player“ im Montclair Art Museum, die beide Chases anhaltendes Interesse an Tänzern und spanischen Trachten unterstreichen.
Das Gemälde befand sich von 1906 bis 1922 als Dauerleihgabe im Museum of Fine Arts Boston, was seine frühe institutionelle Anerkennung bestätigt. Chases spanische Werke sollten im Dialog mit denen von John Singer Sargent betrachtet werden, den er 1881 kennenlernte, als Sargent Studien für El Jaleo entwickelte, da beide Künstler sich von Velázquez inspirieren ließen. Dancing Girl ist ein lebhaftes und ungewöhnliches Beispiel dafür, wie Chase eine spielende Frau darstellt und dabei Bewegung, Rhythmus und kulturelle Unmittelbarkeit auf dem Höhepunkt seines europäischen Engagements einfängt.

