George Condo wurde in Concord, New Hampshire, geboren und studierte Kunstgeschichte und Musiktheorie an der Lowell University. Anfang der 1980er Jahre zog der Künstler nach New York, wo er mit Mitgliedern von Andy Warhols Factory wie Jean-Michel Basquiat und Keith Haring sowie mit Vertretern der Beat Generation wie William S. Burroughs und Allen Ginsberg zusammenarbeitete. Seine Arbeiten, vor allem Gemälde und einige Skulpturen, befinden sich in den ständigen Sammlungen bedeutender Museen weltweit, darunter das Museum of Modern Art und das Guggenheim. Condo wurde 1999 mit dem Academy Award der American Academy of Arts and Letters und 2005 mit dem Francis J. Greenberger Award als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler der Vereinigten Staaten geehrt. Condo war sogar Gegenstand eines im Jahr 2000 veröffentlichten Dokumentarfilms, "Condo Painting", unter der Regie von John McNaughton.
George Condo ist ein selbsternanntes Mitglied der "Kitschkunst", einer Sekte der Postmoderne, die in den 1980er Jahren die Grenzen zwischen Kitsch und hoher Kunst verwischte. Sein Werk scheint jedoch auch an der Oberfläche des Surrealismus und Dadaismus zu kratzen und lässt Raum für vielfältige Interpretationen und konzeptuelle Konnotationen. Seine Gemälde spielen oft mit ungehobelten Klischees und verzerren Gesichter zu kubistisch gebrochenen Porträts, die manchmal an die Ästhetik von Künstlern wie Carroll Dunham erinnern. Er ist bekannt für seine aggressiven Frauenporträts, die jedes Gefühl von weiblicher Unterwürfigkeit verwerfen. Häufig lässt er die Hintergründe unbearbeitet, so dass seine Figuren ohne Kontext erscheinen und sich in die eigene physische Welt des Betrachters hinein erstrecken. Der Künstler beschreibt seine künstlerische Sprache als seine "eigenen natürlichen Reaktionen, eine Kombination aus rational und irrational".