Robert Indiana (1928–2018) war ein US-amerikanischer Maler, Bildhauer und Grafiker, der eng mit der Pop Art verbunden war und vor allem für seine ikonischen LOVE-Bilder bekannt ist. Geboren als Robert Clark in New Castle, Indiana, nahm er später den Namen seines Heimatstaates als Künstlernamen an. Nach seinem Dienst bei den US-Luftstreitkräften studierte er am Art Institute of Chicago, an der Skowhegan School of Painting and Sculpture und am Edinburgh College of Art, bevor er sich Mitte der 1950er Jahre in New York niederließ.
Indianas Werk zeichnet sich durch kräftige Farben, vereinfachte Formen und die Verwendung von Texten, Zahlen und Symbolen aus, die aus amerikanischen Verkehrszeichen, Werbegrafiken und der Populärkultur stammen. Obwohl er oft mit Pop-Art-Künstlern in Verbindung gebracht wird, spiegelt seine Kunst auch persönliche Symbolik und eine starke Auseinandersetzung mit Sprache und Identität wider. Sein LOVE-Motiv, das er erstmals in den frühen 1960er Jahren schuf, wurde zu einem der bekanntesten Bilder der modernen Kunst und fand in Gemälden, Skulpturen, Drucken und öffentlichen Aufträgen breite Verbreitung.
Ende der 1970er Jahre zog sich Indiana aus der New Yorker Kunstszene zurück und zog nach Vinalhaven, Maine, wo er jahrzehntelang relativ isoliert lebte und arbeitete. Er starb 2018 und gilt als eine der wichtigsten Figuren der amerikanischen Kunst, dessen Werk eine Brücke zwischen Pop Art, Abstraktion und poetischem Symbolismus schlug.


