TADAAKI KUWAYAMA (b. 1932)
Tadaaki Kuwayama wurde 1932 in Nagoya, Japan, geboren. Als Student an der Tokyo National University of Fine Art and Music studierte er Nihonha, einen traditionellen japanischen Malstil, der alte japanische Techniken und Stilelemente hervorhebt. Nach seinem Abschluss war Kuwayama jedoch nicht daran interessiert, die strenge Nihonga-Praxis oder die zeitgenössische japanische Kunst zu dieser Zeit zu verfolgen. Stattdessen emigrierte er 1958 in die Vereinigten Staaten und begann, einen einzigartigen Minimal-Stil zu entwickeln. In den 1960er Jahren entstanden quadratische monochrome Arbeiten, die mit industriellen Materialien experimentierten und dabei jeden Hinweis auf die Hand des Künstlers entfernten. Sein Werk thematisiert das minimalistische Interesse an der physischen, phänomenologischen Erfahrung von Objekten unter Beibehaltung der Zweidimensionalität der Malerei.
Kuwayamas späteres Werk untersucht weiterhin die Erfahrung der Wahrnehmung, wobei weniger industrielle Materialien verwendet werden und die traditionellen Medien der bildenden Kunst wieder eingeführt werden. In den 1990er Jahren begann Kuwayama die fortlaufende Serie Projects, die Werke von identischer Farbe und Dimension umfasst, deren Installation durch das Licht und die Architektur des Galerieraums bestimmt wird.
Kuwayama war Gegenstand zahlreicher Einzelausstellungen, u.a. in der Green Gallery (1965, 1966); Tokyo Gallery (1967); Galerie Bischofberger, Zürich (1967); Museum Folkwang, Essen, Westdeutschland (1974); Institute of Contemporary Art, Tokio (1976); Akira Ikeda Gallery, Nagoya, Japan (1980, 1981, 1983, 1984, 1988); Nagoya City Art Museum (1989, 2006, 2010); Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt, Deutschland (1997); und National Museum of Art, Osaka (2011). Seine Arbeiten wurden in Gruppenausstellungen wie Systemic Painting, Guggenheim Museum (1966); Constructivism and the Geometric Tradition, Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, New York (1979), die das San Francisco Museum of Modern Art (1980), das Carnegie Institute in Pittsburgh (1981) und das Nelson-Atkins Museum of Art in Kansas City (1981) besuchten; und The Third Mind präsentiert: Amerikanische Künstler kontemplieren Asien, 1860-1989, Guggenheim Museum (2009). Seine Arbeiten sind auch in den öffentlichen Sammlungen des Indianapolis Museum of Art, Indianapolis, Indiana, der Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, New York, des Museum of Modern Art, New York City, des Seattle Art Museum, Seattle, Washington, des Guggenheim Museum, New York City, der Nationalgalerie Berlin, Berlin, der Staatsgalerie Stuttgart, Deutschland, und des Luisiana Museum of Modern Art, Humblesbaek, Dänemark und vielen anderen vertreten.