James Rosenquist, ein führender Vertreter der Pop Art der 1960er Jahre, wurde 1933 in Grand Forks, North Dakota, geboren. Nachdem seine Familie nach Minneapolis gezogen war, studierte er Kunst an der Minneapolis School of Art und an der University of Minnesota. Nachdem er 1955 ein Stipendium für die Art Students League erhalten hatte, zog Rosenquist nach New York City. Obwohl er die Schule nach nur einem Jahr verließ, malte er in der ganzen Stadt Plakate, bevor er 1960 ein Atelier in Manhattan mietete, wo er seine eigene künstlerische Karriere entwickelte. Seine erste Einzelausstellung hatte Rosenquist 1962 in der Green Gallery in New York. 1965 erlangte er mit seinem raumfüllenden Gemälde "F-111" internationale Anerkennung.
Rosenquists "Billboard Painting" diente als Grundlage für seine Bildsprache, die er häufig aus der Werbung und der Popkultur übernahm. Sein Werk zeigt ein klares Interesse an bewusster Farbe, Linie und Form. In vielen seiner Arbeiten werden jedoch unproportionale Bilder fragmentiert und überlagert, um banale Gegenstände wie Waschmittel zu abstrahieren. Rosenquists Arbeiten konfrontieren den Betrachter auf unerwartete Weise und fordern ihn auf, die Konsumkultur zu überdenken. Obwohl er in erster Linie Maler ist, hat Rosenquist auch zahlreiche Drucke, Zeichnungen und Collagen geschaffen. Sein 1992 entstandener Druck "Time Dust" gilt mit einer Größe von 7 x 35 Fuß als der größte Druck der Welt.
Seit seiner ersten Retrospektive im Jahr 1972, die vom Whitney Museum of American Art und dem Wallraf-Richartz-Museum in Köln organisiert wurde, ist Rosenquist in zahlreichen Ausstellungen in Galerien und Museen in den USA und international gefeiert worden. 2003 fand eine große Retrospektive im Solomon R. Guggenheim Museum statt, die in die Menil Collection, das Museum of Fine Arts in Houston und das Guggenheim Museum Bilbao wanderte. Im Jahr 2002 erhielt er den jährlichen internationalen Kunstpreis der Fundacion Cristobal Gabarron in Anerkennung seiner Beiträge zur Weltkultur. Von seinen Anfängen als Plakatmaler bis zu seiner späteren Beherrschung abstrakter Maltechniken zeigte Rosenquist eine lebenslange Faszination für Farbe, Linie und Form, die das Publikum immer wieder in ihren Bann zog und jüngere Künstlergenerationen bis zu seinem Tod im Jahr 2017 in New York inspirierte.